Alfred geht in den Ruhestand
Kaum zu glauben, aber wahr, Alfreds Renteneintrittsalter ist da.
1987 begann Alfred als ABM Kraft in Johannis. Jugendgruppe, incl. Turmzimmergestaltung, KU4, KU7, KU8, Kindergottesdienst mit Kinderbibelwoche…
1990 dann die Festanstellung in Johannis. Damit verbunden war der Umzug ins Goldapeum (Jugendzentrum – offene Arbeit) und die Übernahme der beiden Zeltlager, neben den vorherigen Aufgaben. Und dann ging es nochmal anders, richtig los: Mitarbeitergruppe – eine Art Vollversammlung wie heute, Mitarbeiterfahrten auf Plattbooten in die Niederlande, KU + KU – Freizeiten, Mitarbeitergrundausbildungen (Juleica)…
1999 wurden alle Diakon* innen auf Gesamtverbandsebene eingestellt. Heute (Kirchengemeindeverband), um die Kinder- und Jugendarbeit zentral zu organisieren und jede Kirchengemeinde berücksichtigt fühlen kann. In dem Zuge hat Alfred sich die Stelle mit mir (Kerstin) geteilt.
Alfred, eine feste Konstante, seit 38 Jahren, in der Kinder- und Jugendarbeit in Stade. Diakon sein Beruf. Er macht nicht nur seine Arbeit, sondern lebt und erfüllt seine Berufung, die wunderbare Grundlage unseres christlichen Glaubens weiterzugeben und erfahrbar zu machen: „Du bist ein bedingungslos geliebtes Kind Gottes“. Und gemeinsame haben wir eine Aufgabe: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“.
Alfreds besondere Begabung ist, in biblische Geschichten einzutauchen, mit seiner unnachahmlichen Art Geschichten vorzulesen oder sie mit Kindern und Jugendlichen zu spielen und damit lebendig werden zu lassen. Zu erleben und zu erfahren, dass die Botschaften der Geschichten auch heute noch aktuell sind und auf unserem Lebensweg Hilfe, Hoffnung und große Freiheit im Denken geben können, ist immer Auftrag aber auch großer Wunsch.
Wie wird Alfred denn von älteren und jungen Mitarbeiter* innen gesehen?
Rene`Poggi (46): 1988 KU 7 bei Alfred in seiner Wohnung. Seitdem sind einige Jahre vergangen. Ich kann nicht mehr zählen, wie viele Sommer im Zeltlager, so viele Tage im Jugendzentrum, Osterferien in den Niederlanden, Vorbereitungswochenenden, Konfifreizeiten, Besprechungen. Ich habe in Kindheit, Jugend und Erwachsensein vermutlich alle Angebote von Alfred – und natürlich Kerstin – durchlaufen und bin ein Teil dieser besonderen Gemeinschaft „Evangelische Jugend“ geworden. Eine Außergewöhnliche Gemeinschaft, die nur passieren konnte, weil wir angezogen von Alfred waren und in seiner Obhut sein wollten. Alfred ist einfach besonders, seine Wärme, seine Geduld, seine Nachsicht, aller Enttäuschungen zum Trotz, immer wieder an den Tisch einladend und Zeit schenken.
Mir und vielen anderen ist Alfred ein Vorbild und Anker.
Und auch wenn es mir für alle Kinder und Jugendlichen sehr leidtut, dass sie bei Alfred nicht mehr in die Schule der Freundschaft und Mitmenschlichkeit gehen werden, so freue ich mich für ihn, die Füße nun hochlegen zu können. Lieber, guter, alter, junger, trauriger, lustiger Alfred.
Vincent Heck (35): 20 Jahre Zeltlager, Stader Flotte und Konfa mit Alfred. Ich bewundere schon seit etlichen Jahren Alfreds Blick auf die Menschen als zuerst bedingungslos gut. Er kann jede Person, egal welchen Alters immer dort abholen, wo es gerade nötig ist. Für mich war Alfred lange ein wichtiger Ansprechpartner um den richtigen Weg im Leben zu finden.
Lara Schnaars (36): Alfred ist für mich wie ein Kapitän, der immer alles im Blick hat und das meistens dezent aus dem Hintergrund mit Seebären-Gemurmel. Wie ein Hering dem Zelt, hat er mir in der ehrenamtlichen Arbeit immer Halt gegeben und beim nächtlichen Fachsimpeln oft einen neuen Blickwinkel ermöglicht.
Tobias Wiebusch-Mans (40): Ich bin Alfred 1997 begegnet und er hat mich seither nicht mehr los gelassen. Er hat dazu beigetragen, dass ich die Person werden durfte, die ich heute bin.
Laura Wiebusch (36): Seit nunmehr 25 Jahren ist der empathische, bärtige, Latzhosen tragende, umsichtige „Brummbär“ Alfred ein Teil meines Lebens. Ob Schalk im Nacken oder tiefgründige Gespräche, sein Facetten Reichtum machen ihn zu einer liebenswerten Person.
Rebekka Furche (29): Alfred ist für mich ein Vorbild, für den Umgang mit Menschen, für die Ruhe in Person und für meine Arbeit mit Jugendlichen. Zuerst im Zeltlager, dann auf der Stader
Flotte, war er meine Ansprechperson. So viele Erinnerungen…so vieles was ich von Alfred lernen durfte. Er hat vielen Menschen gezeigt und beigebracht, wie man mit anderen Menschen umgeht und ich bin froh eine davon gewesen zu sein. Danke!
Yannick Stopp: Was Alfred für die Stader Flotte bedeutet, lässt sich mit Worten kaum ausdrücken. Das von ihm mitbegründete Projekt Stader Flotte, hat mittlerweile mehrere Tausend Menschen im Landkreis berührt.
Alfred ist der Wind in den Segeln, der unermüdlich dafür gesorgt hat, das dieses Projekt immer in Fahrt bleibt. Er hat allen Mitarbeitenden das Gefühl gegeben gemeinsam im selben Boot zu sitzen und jede Person wichtig für das Große und Ganze ist. Er war offen für Menschen, die gegen den Strom schwimmen, weil er andere Meinungen immer als wertvolle Grundlage für Dialoge sah. Gleichzeitig war er sich nie zu schade dafür, auch seinen eigenen Kurs zu hinterfragen, zu ändern und den Anker für eine neue Richtung zu lichten. Mit seiner ausgeglichenen Art war er immer ein Fels in der Brandung. Für viele Menschen ist Alfred ein Vorbild, ein Ratgebern, ein Steuermann und manövrierte die Stader Flotte als herausragender Kapitän in den Hafen, in dem sich dieses Projekt aktuell befindet.
Danke Alfred, dass du so viele Menschen angesprochen, mitgenommen und berührt hast. Danke für deinen Tatendrang und unermüdlichen Einsatz. Danke.
Hanna Brügmann (20): Seit 2021 arbeite ich mit Alfred zusammen. Zunächst war ich ein Magnet der kreativen und leisen Aktionen. Durch die Zeit, in der Alfred mich im Zeltlager und im Vorstand begleitet hat, bin ich gewachsen! Ansagen – kein Problem!
Im Vorstand hat er uns alle im Blick und kann Struktur geben. Er bringt konstruktive Kritik so ein, dass ich viel Lernen konnte und ist der Ruhepol der Runde, wenn wir alle aus unserem aufregenden Alltag kommen. Alfred ist für mich ein Menschen, von dem ich ganz viel Lernen durfte, zu dem ich immer kommen konnte für einen Rat oder einfach nur einen kurzen Moment Ruhe tanken.
Juline Seidel (17): Ich kenne Alfred seit ungefähr fünf Jahren. Wir haben auf der Stader Flotte und im KU zusammengearbeitet. Das heißt wirklich zusammen: Er hat nie etwas entschieden, sondern immer in Absprache mit uns zusammen. Ich schätze Alfred, wie er sich für uns Mitarbeitende einsetzt und dass die Vorbereitungen mit seiner humorvollen Art immer viel Spaß gemacht haben.
Daphne`Miramon (16): Seit 4 Jahren kenne ich Alfred und seit 2 Jahren arbeiten wir im KU und im Vorstand zusammen. Er ist ein liebevoller, fürsorglicher, geduldiger Mensch, der immer ein offenes Ohr hat. Dadurch macht die Arbeit mit ihm viel Spaß.
Dank Alfred ist die Jugendarbeit zu einem großen, schönen Teil meines Lebens geworden.
Janina Rost (16): Auf meiner eigenen Konfiflotte habe ich Alfred getroffen und ihn in der nachfolgenden gemeinsamen KU Arbeit besser kennengelernt. Nachdem ich 2024 als Teilnehmerin im Zeltlager war, bin ich seit Herbst 2024 im Vorstand der Ev. Jugend. Für mich ist Alfred ein total wichtiger Bestandteil meiner Jugendarbeit und ich bin sehr dankbar einen so tollen und respektvollen Ansprechpartner zu haben, der auch immer für Späße zu haben ist und gemeinsam mit uns lacht.